ENGLISCHE GAMBEN

Im englischen Gambenbau können zwei Epochen unterschieden werden.

Die Besonderheit der frühen Gamben, in meiner Werkstatt vertreten durch Instrumente nach Henry Jay, liegt in der Konstruktion der Decken. Diese werden aus fünf zuvor gebogenen Segmenten verleimt. So muss die Holzfaser beim Gestalten der Wölbung nicht durchtrennt werden, was sich sowohl auf die Statik als auch auf den Klang der Instrumente auswirkt.

Diese Gamben klingen leichter, zarter als die späteren, die in der Manier der Geigenbauer aus dem massiven Holz gestochene Decken besitzen. Der dadurch verursachte vollere Klang kommt dem veränderten Musikgeschmack entgegen, weshalb Christopher Simpson in seinem Werk „The Division Viol“ diesen Instrumenten den Vorzug gibt. Repräsentant diesen Gambentyps in meiner Arbeit ist Barak Norman.

Die Englischen Gamben fertige ich in der jeweiligen Bauweise als Diskantgambe, Altgambe, Bassgambe und in den Zwischengrößen Lyra-Viol und Division.