Ebet AltgambeTag 7

Fast fertig bedeutet: jede Menge Kleinarbeit. Hals fertig schneiden, Ober-und Untersattel einpassen, Wirbel einpassen, Steg aufschneiden, Bünde knüpfen. Der Vorlage entsprechend wurde die Oberfläche nicht lackiert sondern mit Leinöl "gefirnist".

Bedingt durch die einfache Bauart benötigte ich für den Bau dieses Instruments ca. vier Wochen weniger als für den Bau einer konventionell gebauten Altgambe. Ob die Statik hält und wie sich der Klang entwickelt wird sich in den kommenden Tagen/ Wochen herausstellen.

Tag 6

Heute gab es einige Leimtrocknungszeiten einzuhalten: der Hals wurde aufgesetzt und das Griffbrett aufgeleimt. Um die besondere Deckenkonstruktion nicht zu überlasten, war ein sehr flacher Halswinkel erforderlich. In der Zwischenzeit bereitete ich Saitenhalter und Wirbel vor, gegen Ende des Tages konnte ich mit dem Verschneiden des Griffs beginnen.

 

 


 

Tag 5

Die Schnecke ist, nach meinem Geschmack, ein Kleinod. Vom Prinzip her zweidimensional angelegt, wird durch die Kehlung eine Dreidimensionalität vorgetäuscht. Der Gedanke, dass die Erstellung dieser Schnecken u.A. aus Kostengründen zu einem Holzbildhauer "outgesourct" wurde, scheint mir nicht unwahrscheinlich.

Tag 4

Die Ränder mussten verschnitten werden, dann begann ich mit der Vorbereitung der Schnecke: Halsblock hobeln und aussägen, Umriss glätten und Wirbelkasten ausstechen. (Heute keine Fotos)

 

 

DeckeTag 4

Der Dritte Tag stand im Zeichen der Decke: Zargenkranz abrichten, Decke mit einem heißen Sandsack biegen, Schallöcher schneiden und die Decke aufleimen. Zum Konzept der einfachen Ausführung gehört, dass keine Balken angebracht werden.

Tag 2

Am 2. Tag waren die Zargen zu biegen und zu verleimen, der Boden vorzubereiten und auf den Zargenkranz zu leimen.

VorbereitungTag 1

Zur Vorbereitung des Projekts gehören das Übertragen der Zeichnung auf mein Arbeitsbrett, das Erstellen eines "Baugerüsts", das Aushobeln der Holzes und das Setzen der Klötze.

Ebert GambeIn Zusammenhang mit meinen Recherchen zum Thema "Renaissancegamben" hatte ich gestern die Gelegenheit diese kleine Gambe, Hainrich Ebert zugeschrieben, im Brüsseler Musikinstrumentenmuseum zu vermessen. Wenn auch das Instrument nicht unumstritten ist und seit seiner Erbauung (ca. 1550) einige Veränderungen erfahren hat ist es doch sehr inspirierend. Mit dem Bau dieses Instrumententyps möchte ich dem Ansatz nachgehen, dass es auch im 16. Jhd. einfach gebaute Instrumente für eine breitere Schicht musikinteressierter Laien gab.

 

 

 

 

 


 

Norman 1.AnstrichDas Foto ist mittlerweile einige Wochen im Verzug: 1. Anstrich auf der Bassgambe nach Barak Norman.

 

 

 

 

 

 


 

lackierbereitEin turbulenter Monat hat meine Fotografierwut etwas ausgebremst. Die Arbeit ging aber weiter und gut voran. Meine aktuelle Gambe ist nun bereit zur Lackierung: die Schnecke habe ich fertiggestellt und den Hals aufgesetzt, das Griffbrett angefertigt, aufgeheftet, den Griff geschnitten und einen Griffschoner befestigt. Um die Decke vollständig lackieren zu können, nehme ich das Griffbrett ab und schütze die Kanten des Halses mit einem provisorisch aufgeleimtem Brett. Die alten Geigenbauer haben häufig um den Griffbrettüberstand herum lackiert.

 

 


 

LackkücheDie trockenen Sommertage konnte ich nutzen, mein Lackkonzept zu überarbeiten. Auf der Basis von Walnussöl verwende ich verschiedene Harze, die bei höheren Temperaturen (ca. 300°) eingekocht werden. Dadurch werden die Unreinheiten verkocht, die die Trocknung des Lacks erschweren. Das Ziel ist ein gut trocknender, nicht zu weicher und später noch modellierbarer Firnis.

 

 


 

SchneckeDa ich im Augenblick etliche Instrumente zur "Sommerfrische" in meiner Werkstatt habe, kommt der Bau der neuen Gambe leider etwas zu kurz. Es geht aber doch voran.

 

 

 

 

 

 


 

Hals schneidenHier bin ich beschäftigt, eine kleine Bassgambe  von Walter Overmann zu "pimpen" (ugs.: effektvoller, auffälliger, glanzvoller gestalten): Griff nachschneiden, Steg und Stimmstock aktualisieren, Lack aufarbeiten, Saiten und Bünde erneuern.

 

 

 


 

HalsblockSchlechtes Timing: den Halsblock hätte ich besser an einem Tag mit niedrigeren Temperaturen ausgesägt.

 

 

 

 

 

 


 

PoliturHeute hatte ich einige Instrumente zu schleifen und zu polieren.

 

 

 

 

 


 

Heute hatte ich auf ein Kundeninstrument einen neuen Steg aufzuschneiden. Wenn auch das Instrument nach einem venizianischen Vorbild des 16.Jhd. gebaut ist, wird es als Altgambe doch für die "normale" Consortmusik eingesetzt. Daher entschied ich mich für ein "universelles" Stegmodell. Die Decke hat eine Mittelrippe statt des Bassbalkens, ein kleines Stimmbrett und der Stimmstock sind wohl später hinzugekommen.

 

 


 

RenaissancegambenEine meiner Baustellen nähert sich der Vollendung: diese Renaissancegamben bekamen Sättel, Wirbel und Saitenhalter, die Diskantgambe bereits ihren Stimmstock und Steg. Jetzt fehlen noch die Saiten. Heute trafen wir uns auch zur Vorbereitung des Gesprächskonzerts im November zum Thema Renaissancegeigen und -gamben. Das wird sehr spannend...

 

 

 

 


 

GambenkorpusDie Ränder verrundet, gewässert und geschliffen habe ich den Korpus mit Leinöl grundiert. Jetzt kommt auch die tolle Holzmaserung zur Geltung. Den Ahorn konnte ich übrigens, jahrzehnte gelagert, von einem befreundeten Cembalobauer erwerben.

 

 

 

 

 


 

Zum Monatswechsel lag viel Verwaltungskram an. An meinem aktuellen Projekt, einer kleinen Bassgambe nach Barak Norman, konnte ich die Randeinlage verschneiden und den Korpus säubern. Weiter habe ich mich zum "Festival voor oude muziek", 30.8. bis 1.9. in Utrecht, als Aussteller angemeldet: Standgebühr, Fahrkarte, Unterkunft...